Das Schreiben, das Lesen und der Verlust der Sicherheit

Hallo ihr Lieben,

geht es euch auch schon mal so, dass je öfter ihr etwas über euer Hobby lest, ihr immer verunsicherter werdet?
Ich lese seit dem ich diesen Blog habe auch viel bei anderen. Bis Oktober habe ich selten bis gar nicht auch nur irgendeinen Blog gelesen.

Natürlich lese ich vor allem Blogs, die sich um das Schreiben drehen. Immerhin will ich auch besser werden. Aber ich stelle fest, je mehr ich lese und je tiefer ich in die Materie einsteige, desto unsicherer werde ich. Dann denke ich immer, oh Gott, ich plotte überhaupt nicht. Die anderen plotten alle.
Oder neulich habe ich mehrere Beiträge zur Figurenentwicklung gelesen. Das habe ich bisher so überhaupt nicht gemacht.

Vieles habe ich bisher immer intuitiv geschrieben. Die Figuren in meinen Geschichten haben mir immer ihren Weg gezeigt oder sind, wie bereits schon einmal in einem Beitrag erwähnt, einfach auf der Bildfläche erschienen. Sie waren überhaupt nicht geplant.

Aber jetzt mit all den Artikeln, die ich gelesen habe, denke ich immer, du hast alles falsch gemacht. Vielleicht hättest du tatsächlich vorher plotten sollen. Dir vorher genau überlegen sollen, wer sind deine Figuren und nicht einfach drauflos schreiben.

Aber andersherum, wenn alles geplant ist, können dann mitten im Schreibprozess überhaupt noch andere Figuren auftauchen? Ich habe es oft, dass ich weiß, wie die Geschichte anfängt und wo sie hingehen soll. Welche Umwege genommen werden sollen und es kam auch schon vor, dass ich das Ende als erstes geschrieben habe.
Durch das Auftauchen einer weiteren Person hat sich dann allerdings ein neuer Weg aufgetan, der in meinem Kopf gar nicht vorkam, aber nicht schlecht war und zu der Geschichte gepasst hat. Dadurch haben sich aber andere Dinge geändert, die nicht vorgesehen waren.

Wie macht ihr das? Ändert ihr euren Plot, wenn sich in eurem Kopf eine weitere Idee festsetzt, obwohl alles fertig geplant ist?

Ich muss in Zukunft mit all meinem neuen Wissen lernen, wie ich damit umgehen kann und welcher Weg für mich der Beste ist. Learning by Doing. Gar nicht mal so einfach. Aber etwas, auf das ich mich freue herauszufinden und hoffentlich kehrt für mich ein Gefühl von Sicherheit zurück.

Wenige schreiben, wie ein Architekt baut, der zuvor einen Plan entworfen und bis ins einzelne durchdacht hat; vielmehr die meisten nur so, wie man Domino spielt.
Arthur Schopenhauer (1788-1860), dt. Philosoph

Liebe Grüße
Eure Nella

Bild von Free-Photos auf Pixabay

2 Kommentare zu „Das Schreiben, das Lesen und der Verlust der Sicherheit

Gib deinen ab

  1. Wenn weitere Ideen auftauchen ändere ich den Plot oder nehme diese Ideen für eine Neue Geschichte. Da habe ich keine Regel für. Bei meinem ersten Roman habe ich festgestellt, dass zwei weitere Figuren benötigt werden und so habe ich das ganze Buch (eigentlich fertige Buch) umgeschrieben. Zwei anfängliche „Komparsen“ wurden zu wichtigen Nebenfiguren umstrukturiert. Aber wie man das alles handhaben soll (also der Weg von der Idee bis zum fertigen Buch), das ist ein großes und letztendlich individuelles Thema. Sicher, es gibt viele Richtlinien, aber diese Linien muss man dann für sich selber ziehen. LG Noxlupus

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