Zukunft und Vergangenheit

Hallo ihr fleißigen Leser,

gestern Abend habe ich eine Serie zu Ende geschaut, die mit Silvester endete. Nach dem obligatorischen Zuprosten und den Neujahrs Wünschen, saßen zwei Damen zusammen und die Eine fragte die Andere, warum man sich immer nur an Silvester alles Gute für die Zukunft wünsche. Die Andere antwortete darauf, dass man am Ende eines Jahres die Vergangenheit abschließen würde und in die Zukunft schaue.

Ist es tatsächlich so, dass man das nur an Silvester macht? Schaut man nicht jeden Tag in die Zukunft? Jeder Tag bringt neues, unerwartetes. Auch wenn man ihn vorplant. Wünscht ihr euch manchmal, die Zukunft zu kennen? Ich nicht. Ich finde es viel spannender, sie auf mich zukommen zu lassen. Abgesehen davon, ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn ich wüsste, dass ich in 10 Jahren schwer erkranke.
Würde ich jeden Tag bewusst erleben wollen oder verharre ich in Starre und warte auf den Tag? Würde ich eventuell versuchen, dem entgegenzuwirken?

Ich bin froh, die Zukunft nicht zu kennen. Erst vor kurzem habe ich mit einigen darüber gesprochen, was die Aufgaben im Leben sind. Damit sind jetzt nicht die täglichen Aufgaben, wie einkaufen etc. gemeint. Ich habe gesagt, dass es meine tägliche Lebensaufgabe ist, dass Leben auf mich zukommen zu lassen, es zuzulassen und mich nicht zu verkriechen.

Andererseits gibt es Menschen, die in der Vergangenheit verweilen. Sie können oder wollen nicht in die Zukunft schauen. Sie haben zum Beispiel einen Verlust erlitten, oder es ändert sich für ihren Geschmack unsere Zeit zu schnell, sodass sie nicht mitkommen. Die Vergangenheit schon ist wichtig, sie hat uns zu dem gemacht, die/der wir heute sind, aber für immer darin festsitzen?

Ich möchte nicht in der Vergangenheit gefangen sein. Wie viel Lebensfreude nehme ich mir damit selbst. Wie viel unsinnige Grübeleien erspare ich mir dadurch. Ich kann nichts mehr ändern, dass in der Vergangenheit passiert ist, aber ich kann ändern, was in der Zukunft passiert. Aus meinen Fehlern der Vergangenheit lernen, mich damit auseinandersetzen. Und vielleicht war ein vermeintlicher Fehler gar kein Fehler, sondern es musste genauso passieren.

Ich glaube, jeder muss für sich einen gesunden Weg zwischen der Vergangenheit und der Zukunft finden. Nur in die Zukunft schauen und voranschreiten ist nicht gesund. Man hetzt dann meiner Meinung durchs Leben. Aber nur in der Vergangenheit zu leben, ist auch nicht gut. Sich auf die Zukunft freuen und das beste daraus machen, zwischendurch innehalten und Revue passieren lassen, ist für mich der Weg, den ich eingeschlagen habe.

Wie ist es bei euch? Wie haltet ihr das mit der Zukunft und der Vergangenheit?

Liebe Grüße
Eure Nella

Ein Kommentar zu „Zukunft und Vergangenheit

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