Sich selbst verlieren

Hallo ihr lieben Leser,

hattet ihr auch schon einmal das Gefühl, euch selbst verloren zu haben? Zum Beispiel durch eine Beziehung, die Arbeit, zu viel Freizeitaktivitäten, eine Kombi aus allen?

Wie habt ihr den Weg daraus gefunden oder anders gefragt, wie habt ihr euch wieder gefunden? Habt ihr euch dadurch sehr verändert?

Ich hatte mich vor ein paar Jahren selbst verloren durch eine Beziehung. Alles kreiste sich nur noch um den Partner. Ich konnte keine eigenen Entscheidungen mehr treffen, ohne vorher mit ihm Rücksprache zu halten. Wahrscheinlich war das noch nicht einmal sein Ansinnen.

Nach unserer Trennung stand ich vor einem riesengroßen Scherbenhaufen und musste diesen wieder zusammenfügen. Ich stellte fest, dass ich gar nicht mehr genau wusste, wer ich eigentlich bin. (Siehe auch meinen Beitrag Wer bin ich?)

Lange Rede, kurzer Sinn, ich brach meine Zelte in meinem damaligen Wohnort ab und erfüllte mir einen Kindheitstraum. Wenn nicht jetzt, wann dann. Es war ein langer und steiniger Weg zurück zu mir. Zurück zu einem veränderten mir. In gewisser Weise war ich noch dieselbe, aber irgendwie auch anders.

Immerhin habe ich erkannt, dass ich mich verloren habe. Wie viele da draußen, bemerken es nie. Sie glauben ihren Freunden und Familie nicht, wenn sie darauf angesprochen werden. Ich stelle mir immer die Frage, wie man diesen Menschen helfen kann? Trotz meiner Erfahrungen, ist es bei jedem anders.

Und dann gibt es bestimmt genügend Menschen, die es erkennen, aber gar nicht wissen, wie sie aus ihrem, ich nenne es mal salopp Dilemma, herausfinden können. Sie trauen sich nicht, um Hilfe zu bitten, sondern machen einfach weiter, bis es nicht mehr geht.

Habt ihr Menschen schon dabei geholfen, wieder zu sich selbst zu finden? Ihnen geholfen, zu erkennen, wer sie sind? Oder habt ihr gerade das Gefühl, überhaupt nicht mehr zu wissen, wer ihr seid? Dieses Gefühl, ständig auf der Suche zu sein, sich nirgendwo zugehörig zu fühlen. Immer auf der Suche nach etwas und man weiß nicht wonach. Sich in andere Welten zu träumen, in denen es einem gut geht.

Ich bin froh, mittlerweile in meinem Leben angekommen zu sein und es jeden Tag aufs Neue auf meine eigene Art und Weise zu meistern.

In diesem Sinne.

Liebe Grüße
Eure Nella

 

 

3 Kommentare zu „Sich selbst verlieren

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  1. Heutzutage verliert man sich in so vielen Dingen, wenn man unaufmerksam ist und sich allzu leicht treiben lässt. Die Welt, alles, was wir täglich wahr- und aufnehmen, ist darauf ausgelegt uns zu fangen und (möglichst vollständig) einzunehmen.

    Routine, Arbeit, Schule, alles im Drill, weil es ja so sein muss. Oder? Die gute Nachricht ist, dass Erkenntnis der erste Schritt in die richtige Richtung ist. Folgt ihr auch die Einsicht, hat man Chancen, einzulenken.

    DANKE DIR FÜR DEN BEITRAG, auch wenn er mich – länger als geplant – vom Schlafen abgehalten hat und dahin wohl auch begleiten wird.

    Gefällt 1 Person

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